Beyond ChaRM: The Future of SAP Change. Find out how we can help!

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Große Unternehmen nutzen ServiceNow, um viele Arten von IT-Change-Requests zu erfassen und nachzuverfolgen. ServiceNow ist bereits stark darin, Requests über unterschiedliche Technologien hinweg zu steuern. Naheliegend ist daher, dass Organisationen SAP-Changes dort ebenfalls zentralisieren möchten – mit einem einzigen System of Record für Requests, Changes und Freigaben im gesamten Unternehmen.

 

Für Organisationen mit SAP ist effektives Change Management entscheidend, um Systemstabilität und Business Continuity sicherzustellen. Die Integration von SAP Change Management mit ServiceNow – als Request-System, System of Record und finaler Freigabepunkt – ist ein wirkungsvoller Ansatz. Kombiniert mit modernen CI/CD-Pipelines für SAP Transports eröffnet sich ein effizienterer und zuverlässigerer Weg, SAP Changes in die Produktion zu bringen.

Ups – schon wieder gepusht

SAP-Umgebungen sind bekannt für ihre Komplexität. Klassische Change-Prozesse basieren oft auf manuellen Schritten, getrennten Tools und fragmentierten Freigabeworkflows. Das kann führen zu:

  • Verzögerten Releases und Engpässen beim Deployment von SAP-Transports

  • Geringer Transparenz über Status und Historie von Changes

  • Inkonsistenten Audit Trails und erhöhten Compliance-Risiken

  • Vermeidbaren Fehlern bei Transport-Handling und -Promotion (z. B. Outages, Defects)

  • Schwierigkeiten, Change Advisory Board (CAB)-Reviews zu koordinieren

Warum ServiceNow?

ServiceNow gilt als führende IT Service Management (ITSM)-Plattform mit starken Fähigkeiten für Workflow-Automatisierung, Dokumentation und Governance. ServiceNow als zentrales System of Record und als finales Approval-Gate für SAP-Changes zu nutzen, bringt spürbaren Mehrwert:

  • Einheitliches Change Tracking: Alle SAP-Change-Requests werden in ServiceNow erfasst – als Single Source of Truth für Audit- und Compliance-Zwecke

  • Automatisierter CAB-Prozess: Die Workflow-Engine kann CAB-Abläufe automatisieren, sodass nur freigegebene Changes weiterlaufen – inklusive nachvollziehbarer Entscheidungsdokumentation

  • Nahtlose Integration: ServiceNow kann – abhängig vom Freigabestatus – SAP-Transports in der CI/CD-Pipeline anstoßen oder blockieren

  • Bessere Auditierbarkeit: Jeder Schritt vom Request bis Push-to-Production ist dokumentiert, was Audits und Compliance-Reporting deutlich vereinfacht

Klingt gut – aber so einfach ist es nicht

Das klingt nach dem Idealzustand: Governance nach ServiceNow verlagern und fertig. In der Praxis müssen dafür jedoch einige technologische Hürden gelöst werden:

  • Standard-Transport-Management in SAP integriert sich nicht “out of the box” mit ServiceNow

  • ServiceNow ist sich der zugrunde liegenden Komplexität von SAP Change- und Transport-Management nicht bewusst

  • Typische Transportfehler (Overtakes, Overwrites, Abhängigkeiten u. a.) sind aus ServiceNow heraus nicht erkennbar

  • Der Transport-Layer in SAP ist technisch: So werden technische Objekte und Konfigurationsänderungen ausgeliefert. CABs bewerten jedoch oft auf einer Ebene näher an der Business-Funktionalität

Kurz: Es braucht eine Brücke zwischen diesen Welten.

Transport Blues – und warum CI/CD hilft

Moderne SAP-DevOps-Ansätze setzen auf CI/CD-Pipelines, um Transport-Deployments zu automatisieren und damit manuellen Aufwand und Risiken zu reduzieren.

SAP CI/CD-Pipeline mit Integrationen für Anforderungen, Änderungsstatus, Änderungsgenehmigung und Tests als integrierte Lösung. SAP Signavio, JIRA, Azure DevOps, SAP Cloud ALM und ServiceNow sind gängige Integrationen für die Verwaltung von SAP-Änderungspipelines

Die Integration von ServiceNow in diese CI/CD-Pipelines schafft ein Closed-Loop-System, zum Beispiel:

  • Change-Requests werden in ServiceNow eingereicht und nachverfolgt

  • ServiceNow orchestriert den CAB-Freigabeprozess inklusive Entscheidungen und Dokumentation

  • Test-Freigaben durch Fachbereiche werden in ServiceNow dokumentiert, sodass Business-Owner den finalen Change mit absichern können

  • Nach Freigabe signalisiert ServiceNow der CI/CD-Pipeline, SAP-Transports in die Zielumgebung zu promoten

  • Alle Aktionen und Ergebnisse werden in ServiceNow protokolliert (Traceability)

So werden SAP-Changes erst nach konsequenter Prüfung ausgerollt – bei gleichzeitig höherer Agilität und kürzeren Zykluszeiten.

Keine Wunderpille – aber ein klarer Bauplan

Damit das funktioniert, braucht es einige technische Kernfähigkeiten, u. a.:

  • Eine SAP Change- und Transport-Management-Lösung wie Rev-Trac, die eine bidirektionale Integration mit ServiceNow unterstützt. Die Lösung sollte den ServiceNow-Change mit Status/Fortschritt aktuell halten und umgekehrt Freigaben sowie Schlüsselinformationen aus ServiceNow übernehmen, bevor sie in der SAP-Landschaft handelt. (Beispiel: Dev- und QA-Freigaben passieren eher im Transport-Manager oder Testing-Tool – die Produktionsfreigabe jedoch in ServiceNow.)

  • ServiceNow-Requests und Transportaufträge (Transport Requests) sollten flexibel in einer Viele-zu-viele-Beziehung abbildbar sein – inklusive Orchestrierungs-Abhängigkeiten über Landschaften hinweg. Das ist wichtig, um Business-Funktionalität sauber auf die notwendigen technischen Änderungen zu mappen. Gleichzeitig erlaubt diese Flexibilität, Releases bei Bedarf umzustrukturieren, ohne das Risiko unvollständiger Auslieferungen zu erhöhen.

  • In vielen Organisationen werden Requirements über Tools wie Jira gesteuert, während ServiceNow häufig für Defects/Support-Prozesse genutzt wird. Dann sind Integrationen zwischen diesen Systemen und dem SAP Transport-Manager oft notwendig.

  • Die Integration sollte Mapping und Austausch von Daten zwischen Custom Fields und anderen Spezialisierungen unterstützen, wie sie bei komplexen Implementierungen von SAP und ServiceNow üblich sind.

Was Sie davon haben

Die Vorteile einer gut integrierten Change-Toolchain sind klar:

  • Bessere Governance: Zentrale Change-Kontrolle über ServiceNow reduziert Unklarheiten und setzt Policies konsequent durch

  • Höhere Effizienz: Automatisierung reduziert Abstimmung und beschleunigt Deployments

  • Weniger Risiko: Strukturierte Freigaben senken das Risiko, dass unautorisierte oder schlecht getestete Changes in Produktion landen

  • Regulatorische Compliance: Detaillierte Records in ServiceNow vereinfachen Reporting und Audits

  • Mehr Business Agility: Schnellere, zuverlässigere SAP-Changes unterstützen laufende Business-Anforderungen

Fazit

SAP Change Management mit ServiceNow zu integrieren – als System of Record und finales Approval-Gate, besonders in Kombination mit automatisierten CI/CD-Pipelines – bietet Enterprises einen „Best of both worlds“-Ansatz.

 

Sie kombinieren die Strenge von IT-Governance mit der Geschwindigkeit und Verlässlichkeit moderner DevOps-Praktiken. So können Organisationen sicher innovieren – ohne die Kontrolle über ihre kritischsten Business-Systeme zu verlieren.

 

Wenn das auch ein Ziel für Ihre SAP Change Operations ist, sprechen Sie mit unseren Experten und vereinbaren Sie eine Beratung, um zu sehen, wie eine Rev-Trac-Platinum–ServiceNow-Integration Ihre Anforderungen abdecken kann.