Unternehmen
Hauptsitz: Texas, USA
Industry: Energy & Utilities
Dienstleistungen/Produkte:Benzin, Dieselkraftstoff, Diesel mit extrem niedrigem Schwefelgehalt, Kerosin, Asphalt, Petrochemikalien, Schmierstoffe
Mitarbeiter: 1.015 [Stand Januar 2018]
Valero Energy Corporation ist über seine Tochtergesellschaften ein internationaler Hersteller und Vermarkter von Transportation Fuels, petrochemischen Produkten und Energie. Das Unternehmen betreibt 15 Raffinerien mit einer kombinierten Durchsatzkapazität von rund 3,1 Millionen Barrel/Tag sowie 14 Ethanol-Anlagen mit einer Produktion von 1,73 Milliarden Gallonen.
In einer digitalen Welt müssen Unternehmen schnell auf Business- und Kundenerwartungen reagieren und Echtzeitinformationen nutzen, um Innovationen voranzutreiben. Um hier Schritt zu halten, entschied sich Valero für den Wechsel von einer Oracle Datenbank zu SAP HANA, um signifikante Performance-Verbesserungen zu erzielen. Gleichzeitig musste SAP BW von 7.3 auf 7.4 upgegradet werden, um die Geschwindigkeit von HANA optimal zu nutzen.
Für Valero war die Herausforderung zweiteilig. Erstens musste das gesamte Projekt innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Und zweitens musste das IT-Team seine BW N- und N+1-Umgebungen synchron halten und gleichzeitig das Risiko minimieren.
Ein einfacher, durchgesetzter Workflow als Erfolgsfaktor
Um mehrere SAP Landscapes während des Upgrades konsistent zu halten, nutzte Valero Rev-Trac, eine Plattform für automatisiertes SAP Change Management. Rev-Trac ist seit 2006 ein zentraler Bestandteil der SAP Change- und Release-Management-Praxis bei Valero.
Das Team wollte die Retrofit-Synchronisierung bereits dann durchführen, wenn Changes in das Testsystem migriert werden. Parallel liefen vier Projekte, die noch vor BW go-live gingen, während an BW weiterhin Changes im Rahmen eines „Shift and Lift“ umgesetzt wurden. Die Herausforderung: Projekte und erforderliche Changes mussten unterstützt werden – und gleichzeitig mussten die Changes in beiden Umgebungen funktionieren. Korrekturen nach dem Cutover zu HANA waren praktisch ausgeschlossen.
Patrick Flinn, Senior Manager BI und Projektverantwortlicher bei Valero, erklärte, dass Rev-Trac’s Cloning-Funktionalität und das Overtake and Overwrite Protection System (OOPS) eine einfache und sichere Synchronisierung der Umgebungen ermöglichen.
„Simplicity is the key to success.“, sagte Flinn. „Ich schätze, dass wir durch Rev-Trac’s Retrofit Capability rund 1.000 Stunden Dual Maintenance eingespart haben.“
Konsistenz sichern und Business Disruption vermeiden
Das BW Projekt beinhaltete ein Upgrade von 7.3 auf 7.4 auf Oracle – und anschließend die Migration der gesamten Datenbank nach HANA. Dafür musste das Team die komplette Oracle BW Landscape replizieren, um mehrere Runden aus HANA Upgrade, Migration und Testing durchzuführen.
Rev-Trac wurde so konfiguriert, dass Break-fix sowie laufende Projektentwicklung automatisch gesteuert werden, zur Wahrung der Konsistenz und zur Verbesserung der Regression Test Ergebnisse. Dadurch konnten Ressourcen auf Upgrade-relevante Themen fokussiert werden, statt redundante Break-fix Retrofit-Aufgaben manuell zu verwalten.
Im Rahmen der Transformation musste Valero außerdem alle BAU Changes erfassen und im Projekttrack erneut anwenden. Dafür nutzte das Team Rev-Trac’s Cloning Capabilities, automatische Erfassung und Wiederanwendung, um Fehler zu reduzieren und Business Disruption zu vermeiden.
Mit Rev-Trac konnte Valero DEV kopieren und upgraden sowie anschließend auf HANA replizieren: Ergebnis war ein DEV System auf Oracle und ein DEV System auf HANA. Die DEV Systeme wurden kopiert, upgegradet und nach TEST und anschließend PRODUCTION migriert. Ziel: Alle upgegradeten Systeme mussten in ihren jeweiligen Tracks zuverlässig auf Oracle und HANA laufen. Danach konnte Oracle abgeschaltet werden – und die deutlich schnelleren HANA Versionen übernahmen.
Dual Landscape zuverlässig steuern
Valero migrierte Changes über sechs parallele Systeme in Dual-Landscape Retrofit-Umgebungen. Der Workflow zur Unterstützung dieser duplizierten parallelen Systeme erzwingt einen dualen Testing-Prozess: Changes mussten für beide Tracks – HANA und Oracle – dokumentiert und sign-offt werden, bevor eine Migration nach Production auf der primären Oracle-Seite erfolgen durfte.
Patrick Flinn sagte, die Transportorganisation und die Dependencies rund um das Rev-Trac Testing hätten dem Team das nötige Vertrauen gegeben, dass Changes erfolgreich sein würden:
„Wir haben Rev-Trac’s Cloning-Prozess überall genutzt, wo es möglich war. Wo Cloning nicht ging, haben wir BW Changes direkt in HANA DEV umgesetzt, damit Rev-Trac sie über einen nicht clone-abhängigen Mechanismus migrieren kann.“
Custom Workflow hält Development synchron
Auf der Oracle BW Seite führte Rev-Trac nach der Approval einer Change Request automatisch einen OOPS Test aus. Gab es keine Konflikte, wurden die Transports auf den HANA Server/Development Test Box migriert und beide Umgebungen blieben synchron.
Patrick Flinn betonte, dass Rev-Trac’s OOPS Funktionalität genau die richtigen Punkte sichtbar mache und Entwicklern eine stets aktuelle „Punch List“ an Exceptions liefere:
„Der OOPS Prozess und die Dokumentation dessen, was in vorherigen Umgebungen gemacht wurde, waren wirklich hilfreich.“
Fazit
Rev-Trac’s OOPS- und Cloning-Funktionen halfen, Risiken zu reduzieren und manuelle Dual Maintenance während der Transformation zu eliminieren. Mehr als 1.000 Arbeitsstunden wurden eingespart und ohne zusätzliches Personal konnte das Projektbudget besser kontrolliert werden.
Patrick Flinn erklärte, dass der 12-Monats-Zeitplan vor allem dadurch erreichbar war, dass Rev-Trac Change Management über mehrere Landscapes hinweg durch Cloning deutlich vereinfacht hat:
„Rev-Trac hat wie erwartet funktioniert – ohne Überraschungen, ohne Downtime, ohne Errors – und mit der Flexibilität, sehr spezifische Anforderungen zu erfüllen.“